Zeitreise(n) durch Bad Iburg

1. Grundstücke, Gebäude und deren Bewohner:

Rott: Haus-Nr.: ehem. Straßenbezeichnung u. Haus-Nr.: heutige Straßenbezeichnung u. Haus-Nr.: allgemein gebräuchlicher Hausname: Link: QR-Code:

Hagenbergpforten-Rott

42

Iburg Nr. 154

Schloßstraße 4

Pastorat - Röckener - Biermann

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Beckerteichpforten-Rott

36

Rathausstraße 2

Rathausstraße 2

Stein'sches Haus /
Haus der Iburger Geschichte

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rottfreies Gebäude

   

Rathausstraße / Große Straße

Fleckenskirche "St. Nikolaus"

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Mühlenpforten-Rott

105

Großestraße 90
Adolf-Hitler-Straße 90

Große Straße 18

Nikolaus-Apotheke

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Hagenberger-Rott

65

Großestraße 81
Adolf-Hitler-Straße 81

Große Straße 21

Große-Rechtien

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QR-Code Große-Rechtien

Hagenberger-Rott

66

Großestraße 82
Adolf-Hitler-Straße 82

Große Straße 23

Hannibal

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QR-Code Hannibal

Mühlenpforten-Rott

83

Großestraße 105
Adolf-Hitler-Straße 105

Große Straße 37

Kisting

Link QR-Code Kisting
 

170

Kleestraße 1

Kleestraße 2

Krankenhaus
"Franziskus-Hospital"

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Altes Kriegerdenkmal Iburg

Kriegerdenkmal

Schloßstraße 30

 

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Lust-, Jagd-, Forst- und Gasthaus Freudenthal

Mäscher 21
Tiergarten 3

Philipp-Sigismund-Allee 2

Jagdschloss Freudenthal

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Glashütte Iburg

Lustgarten "Freudenthal"

Knotengarten

 

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  Krankenburg Krankenburg Krankenburg Krankenburg Link QR-Code Krankenburg

Die Fleckensbürger von Iburg im Jahre 1667

Hier findest Du eine Karte mit den Örtlichkeiten ...

 

2. Persönlichkeiten

Name, Vorname: Lebensdaten: Auszeichnungen:
Hülsemann, Robert 1868 - 1950 Ehrenbürger

3. Interessantes und Verbürgtes:

a) Historische Bezeichnungen von Iburg

Bad Iburg ist (auch) unter folgenden historischen Namen zu finden:
Name: Iuberg
Iubergh
Iuburg
Uiberg
Yburg Iburg Ybûrg Yburch Iburch Yburgh Iburc Yborch Iborg
Jahr: 753 1070 -
1088
1074
1182
1204
1217
1277
1108
1254
1171
1225
1175
1189
1239
1184
1276
1341
1350
1188 1197
1204
1225
1215
1605
Jahrhundert(e):   überwiegend bis Ende 13. Jhdt.     häufig 13. Jhdt.   öfter bis 14. Jhdt.   öfter bis 15. Jhd.  
 
Name: Yborg Iburig Iborch Iburgh Iberg Yborgh Iborgh Ibourg Bad Iburg  
Jahr: 1217 1218 1230
1243
1240
1286
1290
1251
1556
1350
1433
1556 1811 1967  
Jahrhundert(e): häufig 13. Jhdt.   öfter bis 16. Jhdt.              

Der Historiker und Sprachwissenschaftler Dr. Christof Spannhoff untersuchte die Herkunft der Ortsnamen Iburg und Glane:

Der Name "Iburg" wurde erstmals im Jahre 1074 genannt - später erschienen Varianten wie "Yburg", "Yburch" oder "Iburch" (s.o.).
Die Bestandteile -berg und -burg waren früher in Ortsnamen praktisch austauschbar gewesen, da 'Burg' ursprünglich die 'befestigte Anhöhe' bezeichnete. So könnte das Grundwort im Zusammenhang mit der Bebauung des Iburger Burgberges von -berg zu -burg gewechselt haben. Der bewaldete und seit drei Jahrzehnten unbefestigte Burgberg vor dem Bau der Iburg könnte den Namen 'Iberg' getragen haben, bei dem dann durch den Befestigungsbau das Grundwort zu -burg wechselte.
Das bedeutungstragende "I" im Ortsnamen verweist auf die immergrüne Eibe, die altsächsisch 'îh', althochdeutsch 'iwa' hieß und im Mittelniederdeutschen als 'îve' bezeichnet wurde.
Somit ist zu vermuten, dass es sich bei dem "u" in 'Iuberg' um das grafische Zeichen für einen w-Laut handelte.
Damit wäre I(u)berg als 'Eibenberg' bzw. Iburg als 'Eiben-Burg' oder 'Befestigung auf dem Eibenberg' zu deuten.

Glane wurde ab Ende des 11. Jahrhunderts mehrfach schriftlich erwähnt, zunächst als 'Glana' und 'Glano', dann als 'Glane' und ab dem 14. Jahrhundert auch als 'in/de Glanen'.
Der Ortsname geht auf das aus den Zuflüssen Sunderbach, Kolbach, Glasbach und Fredenbach gespeiste Fließgewässer - den Glaner Bach - zurück. 'Glane' war ursprünglich der Name des gesamten Flusslaufs gewesen.
Der Name 'Glane' schließt an das germanische Adjektiv 'glan' an und bedeutet 'glänzend, blinkend'. Somit geht der Gewässername auf ein germanisches Wort für die Eigenschaft des Wassers (glänzend, schimmernd) zurück.

Quelle zur Herkunft der Namen: zitiert aus Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) vom 8. August 2016.

 

b) Geschichtlicher Überblick - Bad Iburg

Jahr: Ereignis: Zugehörigkeit:
753 Iburg wird in den fränkischen Reichs-Annalen
zum ersten Mal erwähnt
 
851 Ostenfelde wird zum ersten Mal erwähnt  
1088 Glane wird zum ersten Mal erwähnt  
1219 Sentrup wird zum ersten Mal erwähnt  
1772 Mäscher wird zum ersten Mal erwähnt  
    Fürstbistum Osnabrück
"Hochstift Osnabrück",
Amt Iburg
(bis zum 26. Oktober 1802)
    Land Hannover,
Amt Iburg
(ab 27.10.1802)
Mai 1803 1. französiche Besetzung Amt Iburg
Oktober 1805 Land Hannover Amt Iburg
24. Januar 1806 Okkupation durch Preußen Amt Iburg
20. Oktober 1806 2. französische Besetzung Amt Iburg
ab 11.08.1807 Department des Königreiches Westfalen ab 24.12.1807:
Kanton Iburg
(Distrikt Osnabrück)
ab 01.03.1811 Kaiserreich Frankreich Kanton Iburg
(Arrondissement Osnabrück)
ab 09.11.1813 Königreich Hannover Amt Iburg

ab 14.04.1814:
(neues) Amt Iburg

12.09.1861 - 31.03.1885:
Kreis Melle

1866 - 25.02.1947 Königreich Preußen
- Krieg Preußens gegen Habsburg, Hannover u. deutsche Südstaaten (15.06.1866)
- Preußen annektiert Hannover, Kurhessen und Frankfurt (20.09.1866)
--> Bauboom!

18.01.1871: Neues Deutsches Reich

09.11.1918: Deutsche Republik

ab 01.04.1885:
Landkreis Iburg
1878 --> Absatzkrise
- Kriegsgefahr zwischen England und Russland
- Innenpolitische Wende:
Umschwung in der Wirtschaftspolitik, der Übergang vom liberalen Freihandel zum
Schutzzoll, der die Schwerindustrie und die Großlandwirtschaft begünstigte (Wirtschaftskampf).
Ende eines liberalen Zeitabschnitts.
 
1895 --> erneut Phase der Hochkonjunktur: stürmische technische Entwicklungen  
1914 - 1918
(1. Weltkrieg)
--> Absatzkrise, da nur der Rohstoffmangel gesehen wird  
1929 Zusammenschluss des Fleckens Iburg
mit der Samtgemeinde Mäscher

01.11.1946: Niedersachsen
23.05.1949: Bundesrepublik Deutschland

ab 23.07.1932:
Landkreis Osnabrück
06.09.1959 Verleihung der Stadtrechte: "Stadt Iburg" Landkreis Osnabrück
19.05.1967 staatliche Anerkennung als Kneipp-Heilbad:
Name nunmehr "Bad Iburg"
Landkreis Osnabrück
01.01.1970 Zusammenschluss der Gemeinden Glane-Visbeck, Ostenfelde und Sentrup
zur Einheitsgemeinde Glane
Landkreis Osnabrück
01.07.1972 Zusammenschluss von Glane und Bad Iburg zur Stadt Bad Iburg Landkreis Osnabrück

 

c) Wappen und Logo

1. Wappen Bad Iburg

Das Wappen der Stadt Bad Iburg zeigt in silbernem Felde einen halben goldbewehrten roten Adler auf einem fünfspeichigen roten fahrenden Rad.

Wappen von Bad Iburg
Wappen von Bad Iburg

Herkunft:
Vom 12. bis zum 17. Jahrhundert residierten auf der Iburg die Osnabrücker Bischöfe. Konrad IV. von Rietberg (1456 - 1508), Bischof von Osnabrück seit 1482, brachte den Adler aus seinem Familienwappen mit; bereits sein Vater Konrad V. von Rietberg war Amtmann von Iburg gewesen.
Die Kombination Adler / Rad findet sich auf einem Siegel von 1531 und einer Abbildung auf einer Glocke aus dem Jahre 1670. Die Farbgebung wurde durch die Farben des Füstbistums Osnabrück bestimmt.

Das von dem Berliner Künstler Dr. Heinrich Lüder-Lühr (geb.: 1900) in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Iburg und dem Staatsarchiv Osnabrück umgestaltete Wappen wurde mit Erlass des Niedersächsischen Ministers des Innern vom 3. Januar 1957 dem Flecken Iburg verliehen.

Wappen derer "von Rietberg"   Pfennig aus der Regierungszeit von Konrad IV. von Rietberg, um 1489   Wappen auf einer Glocke aus dem Jahr 1670   Altes Iburger Wappen / Logo, um 1955
Wappen derer "von Rietberg"   Pfennig aus der Regierungszeit von Konrad IV. von Rietberg, um 1489   Wappen auf einer Glocke
aus dem Jahr 1670
  Altes Iburger Wappen / Logo,
um 1955

Bedeutung:
Das Rad der Osnabrücker Bischöfe ist um eine Speiche auf fünf "gemindert". Diese Minderung bedeutete für den Ort eine Auszeichnung, denn es durfte das landesherrliche Wappen führen, jedoch musste es von jenem unterscheidbar sein.

Das Wappen wird auch in den Dienstsiegeln und der Flagge der Stadt Bad Iburg genutzt:

Dienstsiegel der Stadt Bad Iburg   Flagge der Stadt Bad Iburg
Dienstsiegel der Stadt Bad Iburg   Flagge der Stadt Bad Iburg

Die Kaffee Hag-Alben des frühen 20. Jahrhunderts von der Kaffee Handels AG waren Sammelalben u.a. für Serien mit Wappen.
Das Iburger Wappen erschien 1927 für das Album "Deutsche Ortswappen, Neue Reihe, Heft 1" und wurde in einer anderen Komposition gezeigt:

Iburger Wappen aus einem Kaffee Hag-Album   Seite aus dem Kaffee Hag-Album 1925
Iburger Wappen aus einem Kaffee Hag-Album   Seite aus dem Kaffee Hag-Album 1925

2. Logo Bad Iburg

Mit dem Logo der Stadt Bad Iburg ist ein völliger Bruch zum Wappen der Stadt vollzogen worden.
Es zeigt auf blauem Hintergrund den Benno-Turm sowie in der unteren linken Hälfte Wellen, die auf den Themenkreis Wasser hindeuten sollen.

Das von der Graphik-Designerin Sabine Herke, Münster, in Zusammenarbeit mit der Tourist-Information entworfene Logo wird seit November 1994 eingesetzt.

Logo von Bad Iburg
Logo von Bad Iburg

3. Wappen Landkreis Osnabrück

In Gold, auf einem mit Silber unterlegten, sechsspeichigen, schwarzen Rad stehend, ein sechseckiger, roter Turm mit spitzem, blauen Dach.

Wappen von Osnabrück
Wappen von Osnabrück

Herkunft:
Der Landkreis Osnabrück führt sein Wappen seit 1947 - es wurde am 17. Juli 1947 durch den Kreistag angenommen.

Bedeutung:
Der Landkreis Osnabrück entspricht in seiner Ausdehung in etwa dem früherem Bistum Osnabrück. Daher dominiert im Wappen zunächst das Rad, hier in seiner in Siegeln am längsten geführten Form mit sechs Speichen. Der Turm ist der Bergfried ("Brenno-Turm") der Iburg, der unter dem bereits eerwähnten Konrad IV. von Rietberg erbaut wurde. Das von den Bischöfen ursprünglich in Rot verwendete Rad erscheint auf dem Landkreiswappen in Schwarz.

Quellen zu Wappen und Logo: Landkreis Osnabrück (Hrsg.): Was wir im Schilde führen. Osnabrück, 2002.

 

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